Dankbarkeitsvertrag: Tag 2

Was soll ich euch sagen. Was sagt man, wenn das eben gesehene Foto nicht am Ende eines langen Tages, sondern um 10h am Vormittag entstanden ist und Frau (also ich) bereits fertig ist mit der Welt ;)

Meine letzten Worte vor dem Schweigen:

"Burschen i hoit eich olle 3 nimma aus, ihr mochts mi fertig!"

Hmmmm.....ja, ich gebe zu, in dem Moment ist es mir schwer gefallen für irgendwas auf dieser Erde dankbar zu sein. Außer vielleicht wenn sich ein großes Loch vor mir aufgetan hätte und ich darin verschwunden wäre. Tat es aber nicht.

Da ist mir dann am Abend noch was eingefallen was mir helfen kann Dankbarkeit zu empfinden - am Ende des Tages....und ich sage jetzt bewußt AM ENDE, denn keiner kann von mir verlangen immer und in jeder Minute meines Lebens dankbar zu sein. Ich darf auch mal bocken, schreien oder einfach nur drauf los heulen.

 

Ach ja, ich habe dir ja versprochen, dass ich etwas weiß was helfen kann. Ein kleiner Trick der mich am Ende des Tages dazu bringen kann, nach all dem Chaos, den blank liegenden Nerven und den zahllos verpufften gut gemeinten Worten doch noch was Positives zu entdecken.

Ab morgen packe ich 5 Bohnen in meine linke Hosentasche - es dürfen auch mehr sein und aufpassen, dass kein Loch drin ist - und immer wenn mir was passiert wofür ich dankbar bin, also zB ein zuckersüßer Schmatz von meinem Kleinen, oder ein "Mama, daaanke das hat sooo gut geschmeckt!" vom Großen, oder ein Lächeln einer/s Fremden dem ich auf der Straße begegne, eine nette Geste von meinem Mann, ein Sonnenstrahl auf meiner Wange der mich zum Lächeln bringt oder auch der freie Parkplatz vorm Haus - dann wandert eine Bohne von der linken in die rechte Hosentasche. Am Ende des Tages wird dann knallhart abgerechnet. Wie viele kleine Freuden gab's denn heute? Eine, keine oder vielleicht waren es sogar mehr als ich Bohnen im Sack hatte?

Du kannst natürlich auch für alles was dich geärgert hat eine Bohne wieder nach links geben, aber solltest du gerade im Ärgermodus sein, dann empfiehlt es sich die Gedanken vorerst mal nur auf die positiven Ereignisse zu richten. Denn dein Ärgermodus wird sich sonst nur verstärken und du willst ja zur Dankbarkeit und Freude kommen, oder nicht?

Wenn du das Ganze noch toppen willst besorgst du dir ein richtig schönes Büchlein, dein DANKBARKEITSTAGEBUCH. Dort schreibst du ab jetzt all das rein wofür die Bohnen im rechten Hosensack an diesem Tag gestanden sind. Sollte mal ein Tag dabei sein, der echt Kacke ist, dann kannst du dir dein DANKBARKEITSTAGEBUCH schnappen und dich an dem erfreuen was dir bereits Schönes passiert ist!

Ich mach das JETZT! Machst du auch  mit?

 

Deine Martina

 

PS: Übrigends wir haben heute neben der Bärenhöhle auch noch einen schönen Waldspaziergang zur Kaisereiche gemacht und dann zu Hause leckeren Kaiserschmarren* verspeist. Der Tag wird zwar nicht in die  Chronik der 100 schönsten Tage* eingehen, aber alles in allem war er doch noch sehr versöhnlich.

*nicht dass ich so eine führen würde.

*das Rezept findest du in meinem SingMitUns.KOCHT Blog

 

PPS: Ausflugtipps für Naturliebhaber und jene die es werden wollen: Erlebniswanderweg in Hornstein, Bärenhöhle Winden (im Sommer ist die Höhle begehbar) und Kaisereiche am Leithagebirge zw. Donnerskirchen und Hof. Kleine Wanderungen, geeignet auch für kleinere Kinder. Der Wald macht einfach ruhig (fast immer ;), stärkt das Immunsystem und tut, in einer reizüberfluteten Welt wie unserer, einfach gut!

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